Cathedral Wash und Lees Ferry  

Cathedral Wash
Wanderung durch den faszinierenden Cathedral Wash Slot Canyon

Kurzinfo

Bei Lees Ferry überquert der Highway 89A auf einer zweigeteilten Stahlbrücke den vom Colorado tief eingeschnittenen Marble Canyon. Etwas nördlich davon befand sich früher eine Furt, über die man von 1872 bis 1928 mittels einer einfachen Fähre von einem Flussufer ans andere übersetzen konnte. Auch heute noch ist Lees Ferry der einzige Punkt innerhalb von 700 Meilen, an dem man direkten Zugang zum Colorado hat. Hier starten deshalb die Raftingtouren durch die Schluchten des Grand Canyon. Eine unvergleichlich schöne und gleichzeitig spannende Canyon-Wanderung führt in vielen Kurven und Windungen durch den bizarr geformten Cathedral Wash bis zum Ufer des Colorado.

Balanced Rock
Balanced Rocks

Sehenswertes

Navajo Bridge
Kurz vor der Abzweigung Richtung Lees Ferry überspannen zwei riesige Stahlbrücken die tiefe Schlucht des Colorado. Die eine stammt aus dem Jahr 1929, die zweite aus dem Jahr 1995. Am Ostende der Brücke befindet sich ein Visitor Center. Die ursprüngliche, von Fußgängern heute noch begehbare Navajo Bridge besitzt eine Länge von 254 Metern und eine Höhe von 142 Metern, die neue Brücke eine Länge von 277 Metern und eine Höhe von 143 Metern.

Disappearing Rock & Balanced Rock  
An der 5 Meilen langen geteerten Zufahrtsstraße zur Picknick Area und zum Campground befinden sich auf der linken Straßenseite zwei Parkbuchten mit schönen Blicken auf die rötlich gefärbten Felswände auf der Westseite des Tals und eine Serie riesiger Felsblöcke, die auf schmalen Sockeln thronen und so aussehen, als könnten sie jeden Moment umfallen. Am Viewpoint ‚Disappearing Rock' beginnt auch die schöne Wanderung durch den Cathedral Wash .

Balanced Rock

River Drive
In der Nähe des Campgrounds zweigt nach rechts eine schmale Seitenstraße ab, der sogenannte ‚River Drive'. Er führt zum Paria Beach, einer herrlich gelegenen einfachen Picknick Area am Ufer des Colorado. Hier kann man an heißen Sommertagen ein erfrischendes Bad nehmen, barfuß über eine schmale Sandbank schlendern oder ganz einfach im Schatten der Bäume eine erholsame Siesta einlegen.

Lonely Dell Ranch
Über eine kurze Stichstraße erreicht man die Lonely Dell Ranch, über viele Jahrzehnte das Zuhause der Familien, die hier einst die Fähre über den Colorado unterhielten. Vom Parkplatz führt ein Rundweg von einer Meile durch die hübsch angelegten Obstplantagen und zu den ehemaligen Farmgebäuden, bei denen ein kleiner Picknickplatz unter schattigen Bäumen zu einer kurzen Rast einlädt.

Lees Ferry Historic Site
Kurz nachdem man auf einer Brücke den Paria River überquert hat, endet die Zufahrtsstraße an der Boat Launch Area und einem großen Parkplatz, bei der die Teilnehmer der mehrere Tage dauernden Raftingtouren durch den Grand Canyon ihre Fahrzeuge abstellen können. Nicht weit entfernt davon befindet sich die Lees Ferry Historic Site, an der die Fähre früher den Colorado überquerte. Ein kurzer Wanderweg, der River Trail, führt von hier aus ein Stück weit am Ufer des Colorado entlang. Etwa auf halber Strecke zweigt ein weiterer Wanderweg ab, der landschaftlich ebenfalls sehr lohnende Spencer Trail.

Wanderungen

Cathedral Wash  
Trailhead: an der Lees Ferry Road, 1,3 Meilen ab Hwy 89A
Höhenunterschied: 100 Meter
Distanz: 1,25 Meilen one-way
Vom Parkplatz aus überquert man die Straße und steigt dann ein paar Meter hinunter in den gut sichtbaren Wash, der in leichten Windungen Richtung Nordosten führt. Je weiter man kommt, desto höher und steiler werden die von unzähligen Flash Floods aus dem Felsplateau herausgeschliffenen Canyonwände - poröses und mit Myriaden von winzigen Löchern durchsetztes Kalkgestein, zusammengesetzt aus verschieden dicken, übereinandergelagerte Schichten, rund geformte Stufen und Absätze, dazwischen immer wieder kleine Felsnischen und Halbhöhlen.

Cathedral Wash
Die spannende Wanderung durch den Cathedral Wash

Cathedral Wash

Schließlich erreicht man den ersten hohen Dryfall. Vorsichtig und etwas gebückt geht es hier unter einem Überhang rechts vorbei und dann über eine schmale Rinne hinunter in den an dieser Stelle bereits sehr hohen und steilen Slot Canyon. Jetzt muss man ein wenig aufpassen, denn es tauchen immer wieder neue Hindernisse auf, Felsabstürze oder kleine, mit Wasser gefüllte Pools, die man jedoch stets mit etwas Geschick auf schmalen Felsbänken rechts oder links umgehen kann. Ab und zu findet man kleine Steinmännchen, die den Weg markieren. Das ist besonders auf dem Rückweg sehr hilfreich, denn oft muss man schon lange vor einem Hindernis stufenweise am Canyonrand nach oben steigen.

Cathedral Wash
Den Weh muss man sich selbst suchen

Cathedral Wash
Ein hoher Dryfall versperrt den Weg

Nach dieser äußerst spannenden und abwechslungsreichen Wanderung durch die immer schmaler und tiefer werdende Felsenschlucht weichen die Canyonwände langsam zurück, zwischen riesigen Felsblöcken geht es nun das letzte Stück dem sandigen und steinigen Pfad folgend bis zum Ufer des Colorado, ein herrlich abgelegener Ort, die Luft frisch und kühl, das smaragdgrüne Band des Flusses eingerahmt von dunkelroten Felswänden - der perfekte Ort, um einfach nur kurz die Füße abzukühlen oder vor dem Rückweg eine längere Badepause einzulegen. Schönste Tageszeiten für diese Wanderung sind aufgrund der optimalen Lichtverhältnisse und des besonders im Hochsommer angenehmen Schattens entweder der frühe Morgen oder der späte Nachmittag.

Cathedral Wash      Cathedral Wash
Cathedral Wash Slot Canyon



     Fotogalerie Cathedral Wash

Cathedral Wash
Der Weg endet am Ufer des Colorado


Spencer Trail  
Trailhead: am Ende der Lees Ferry Road beim goßen Parkplatz der Boat Launch Site
Distanz: 2 Meilen one-way
Höhenunterschied: 456 Meter
Man folgt vom Parkplatz ein kurzes Stück dem River Trail, wendet sich aber dann nach links und folgt dem Spencer Trail, der zunächst nur langsam, dann aber sehr steil in vielen Serpentinen über fast eine Meile kontinuierlich bergan steigt. Unterwegs bieten sich schöne Blicke auf die südlich gelegenen Echo Cliffs und die besonders im Morgenlicht sanft leuchtenden Vermillion Cliffs. Der Name Echo Cliffs stammt übrigens von John Dellenbaugh, der hier 1872 seine Pistole abfeuerte, um über den Schall die Distanz vom Gipfel bis zum Fluss zu ermitteln. Beeindruckt von dem hundertfachen aus allen Winkeln wiederhallenden Echo gab er dem gesamten 70 Meilen langen Felsenriff den Namen Echo Cliffs.

Oben auf der Mesa angelangt, hat man einen schönen Weitblick auf den Lake Powell, das Kaiparowits Plateau, den Navajo Mountain und die Schluchten des Paria Canyon. Von hier aus sind es jetzt auch nur noch wenige Schritte - und schon steht man vor einer 300 Meter tief abfallenden Felskante mit Prachtblick auf die Fluss-Schleifen des Colorado und die Schluchten des Glen Canyon. Wer von hier aus die Wanderung noch etwas verlängern möchte, folgt einfach so lange er möchte noch ein Stück rechts oder links dem Canyonrand.

     Fotostory Spencer Trail

Lees Ferry
Sonnenuntergang an der Raft Launch Area

Campingplätze

Lees Ferry Campground
Lage: etwa eine Meile vor Ende der Zufahrtsstraße führt eine kurze Stichstraße links den Berg hoch
Anzahl Plätze: 54 Einfachplätze für Zelte und kleinere Wohnmobile, am schönsten und begehrtesten sind die Stellplätze am unteren Ende des Loops mit Blick auf den Colorado, der steinige Boden des Campgrounds ist für Zelte leider etwas uneben und hart
Ausstattung: überdachte Picknicktische, Grills, Einfachtoiletten; Frischwasser gibt es bei der knapp eine Meile entfernten Boat Launch Area
Öffnungszeit: ganzjährig

Übernachtung

Wer nicht campen möchte, kann unmittelbar westlich der Abzweigung der Lees Ferry Road in der Marble Canyon Lodge übernachten (Lodgezimmer, Motel, Appartments). Dort befindet sich auch ein Restaurant, eine Tankstelle, ein Post Office und ein Laden (U.S. Highway 89 A, Marble Canyon, AZ 86036, Tel. 928-355-2225).

Information

Glen Canyon National Recreation Area
PO Box 1507
Page, Arizona 86040
Tel. (928) 608-6200

Karte Lees Ferry - Cathedral Wash     Karte Lees Ferry und Cathedral Wash



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