Death Valley

Der Death Valley Nationalpark an der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien gehört neben dem Yellowstone, den Badlands und dem Big Bend zu den wirklichen Highlights unter den amerikanischen Nationalparks. Nirgendwo sonst wirken die Fels- und Wüstenlandschaften des Westens gewaltiger, nirgendwo sonst kann der Blick soweit ins Unendliche schweifen, nirgendwo sonst hat die Natur soviel bizarre Kunstwerke geschaffen, nirgendwo sonst spürt man den heißen Wind, die extreme Trockenheit und die beißende Kälte einer Wüstennacht stärker als hier im Tal des Todes.


Badwater

Badwater - der tiefste Punkt der Vereinigten Staaten

Einer der ersten Punkte, die man von Süden kommend erreicht, ist eine flache Senke, gefüllt mit einem von Salzrändern umgebenen See, in dessen farbig schimmernder Oberfläche sich die Berge der Paramint Mountains spiegeln. Allerdings handelt es sich hier nicht um klares, erfrischendes Quellwasser, sondern um Regenwasser, das sich mit den verschiedenen Mineralien des Bodens vermischt und dann in der großen Tageshitze verdunstet. Daher auch der Name Badwater, denn so verlockend das Wasser in dieser lebensfeindlichen Wüste auch aussehen mag, es ist leider ungenießbar. Dies mussten auch schon die ersten weißen Siedler und Goldsucher erfahren, die sich im Jahre 1849 aufgrund einer ungenauen Karte in dieses Gebiet verirrten. Die vermeintliche Abkürzung kostete sie nicht nur alle Zugtiere, sondern viele von ihnen auch das eigene Leben.

Bekannt ist Badwater auch aufgrund seiner Lage, denn hier befindet man sich an der tiefsten Stelle der Vereinigten Staaten, 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels. Der Blick reicht von hier aus weit über das ganze Tal bis hinauf zum 3.386 Meter hohen Gipfel des Telescope Peak.


Devils Golf Course

Devils Golf Course

Nicht weit davon entfernt befindet sich ein riesiges Feld aus graubraunen Erdschollen, das sich Devil's Golfe Course nennt, ein passender Name für diesen seltsamen Ort, denn hier entweichen immer wieder unterirdische Gase unter hohem Druck an die Oberfläche, wobei sie die trockene und durch die Hitze hart gebackene Schlammkruste des Talbodens regelrecht auseinander sprengen, so dass das Ganze aussieht wie ein gerade frisch umgepflügter Acker. Diese bizarren, scharfkantigen Erdschollen sehen zwar auf den ersten Blick aus, als seien sie hart wie Fels, beim Darüberlaufen merkt man aber sehr schnell, wie dünn und brüchig sie sind. Dazu quietscht und knirscht das Ganze bei jedem Schritt auf so seltsame Weise, dass man nach einiger Zeit wirklich das Gefühl hat, auf dem Golfplatz des Teufels unterwegs zu sein.


Dantes View

Der Aussichtspunkt Dantes View

Einer der schönsten Aussichtspunkte im Death Valley ist Dante's View hoch oben in den Bergen auf der Ostseite des Tals. Da man bei Sonnenaufgang den besten Blick auf das Tal hat, fährt man am besten schon im ersten Morgengrauen von Furnace Creek auf der US 190 nach Südosten und dann auf der Stichstraße hoch zum Ausichtspunkt. Allerdings sollte man sich dafür schön warm einpacken, denn hier oben auf 1.667 Metern Höhe ist es so früh am Morgen noch empfindlich kalt, besonders wenn der gesamte Hang noch im Schatten liegt. Dazu weht an dieser exponierten Stelle meist ein ganz schön frischer Wind. Noch extremer ist der Temperaturunterschied, wenn man in die Paramint Mountains auf der Westseite des Tals fährt. Dabei wechselt man innerhalb kürzester Zeit von der Gluthitze drunten im Tal in die kühlen bewaldete Berge, deren Gipfel noch bis weit in den Sommer hinein mit Schnee bedeckt sind.


Zabriskie Point

Zabriskie Point

Auf dem Rückweg von Dante's View sollte man dann unbedingt noch beim Zabriskie Point anhalten. Er liegt etwas tiefer als Dante's View am Highhway 190 nicht weit von Furnace Creek. Besonders schön ist die Stimmung hier ebenfalls am frühen Morgen, wenn die aufgehende Sonne tiefe, dunkle Schatten erzeugt, so dass die gezackten Konturen dieser zerfurchten Felslandschaft besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen.


Mosaic Canyon



Mosaic Canyon Trail

Mosaic Canyon

Und hier bin ich unterwegs im Mosaic Canyon, dessen Wände von Wasser, Wind und Eis glatt geschliffen sind wie polierter Marmor, während der Boden von schwarzem, feinkörnigem Sand bedeckt ist. Da es selbst jetzt im Frühjahr schon kurz nach Sonnenaufgang unerträglich heiß wird, muss man solche Wanderungen sehr früh beginnen, um die kurze Zeit zu nutzen, in denen der größte Teil des Weges noch im Schatten liegt.


Golden Canyon Trail

Auf Entdeckungstour im Golden Canyon

Eine weitere schöne Wanderung, vielleicht sogar die schönste innerhalb des Parks, führt durch den Golden Canyon, der sich direkt unterhalb des Zabriskie Point befindet. Unterwegs trifft man immer wieder auf interessante Seitencanyons, die zu kurzen Abstechern und Entdeckungstouren einladen.


Zabriskie Point

Rückkehr vom Zabriskie Point

Der offizielle Trail endet zwar bereits nach einer Meile in der Red Cathedral, einem von roten Felssäulen umgebenen Amphitheater, viel interessanter ist aber ein zusätzlicher Abstecher hinauf zum Zabriskie Point. Unterwegs bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke hinunter in den Canyon, auf das in Beige- und Brauntönen gestreifte Felsenriff und auf die schneebedeckten Berge der Paramint Range.


Golden Canyon

Die 'Golden Hour' im Golden Canyon

Hat man die richtige Uhrzeit erwischt, kann man im Golden Canyon auch gleich noch ein besonderes Schauspiel erleben. Am späten Nachmittag, wenn die Sonne in einem bestimmten Einfallswinkel auf die Felswände trifft, erstrahlen diese nämlich in wunderschönen, leuchtenden Goldtönen, so als habe jemand plötzlich lauter große, goldgelbe Scheinwerfer eingeschaltet oder mit einem Zauberstab die Felsen berührt und damit die unscheinbaren, sandfarbenen Steine in pures Gold verwandelt. Ein absolut faszinierendes Erlebnis und ein toller Ausklang für diese unvergessliche Wanderung.


Golden Canyon Trailhead


    Infos Death Valley



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