Nationalparks USA Südwesten

Das Nationalpark-System der USA

Unter staatlicher Nationalparkverwaltung stehen neben den großen Nationalparks auch noch eine Vielzahl kleinerer National Monuments, National Historic Parks oder National Preserves. Sie alle wurden eingerichtet, um einzigartige und erhaltenswerte Landschaften, Naturwunder oder archäologische Stätten zu schützen. Da sich die Eintrittsgebühren für die einzelnen Nationalparks im Verlauf der Reise jedoch zu einer ganz schönen Summe addieren können, besorgt man sich am besten gleich im ersten Park den America the Beautiful Pass, der ein Jahr lang zum Eintritt in alle diese Parks berechtigt. Nicht zum Nationalparksystem gehören die State Parks, die eine separate Tages- oder Übernachtungsgebühr verlangen.

Besuch der Nationalparks

In jedem Nationalpark oder National Monument befindet sich mindestens ein Besucherzentrum (Visitor Center) mit einem kleinen Museum, Ausstellungen, Filmvorführung und Buchladen. Näheres über Sehenswürdigkeiten, Übernachtung, Parkvorschriften und Wandermöglichkeiten erfährt man aus den kostenlosen Parkbroschüren oder direkt bei den zuständigen Parkrangern. In den Sommermonaten umfasst das Angebot für Besucher auch Vorträge am Lagerfeuer (campfire programs), Führungen oder Gruppenwanderungen.

Durch die größeren Nationalparks führen eine oder mehrere Aussichtsstraßen (Scenic Drives) mit Parkplätzen und Haltebuchten (View Points) an den sehenswertesten Stellen. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, findet meist viele schöne Wanderwege und in größeren Parks auch interessante Möglichkeiten für mehrtägige Trekkingtouren in abgelegenere Wildnisgebiete. Hierfür benötigen Sie allerdings in der Regel ein backcountry permit der Parkranger.

Die ausführlichsten und aktuellsten Informationen zu den einzelnen Nationalparks (auch zu Öffnungszeiten und Straßensperrungen) findet man auf der Internetseite des National Park Service unter www.nps.gov.


Nationalparks in Arizona

Grand Canyon Nationalpark  

Mit einer Breite von 16 Kilometern, einer Gesamtlänge von fast 450 Kilometern und einer Tiefe bis zu 1.800 Metern ist der Grand Canyon die längste und tiefste Schlucht der Erde. Am stark frequentierten South Rim hat man von verschiedenen Aussichtspunkten einen sehr schönen Blick in das Innere der Schlucht. Hier starten auch die Rundflüge mit Kleinflugzeugen und Helikoptern. Wanderwege wie der Bright Angel Trail führen bis hinunter zum Colorado. Etwas abgelegener und weniger spektakulär ist der etwa 300 Meter höher gelegene North Rim. Am eindrucksvollsten erlebt man den Grand Canyon jedoch am angelegenen Toroweap Point, den man nur über eine 60 Meilen lange Fahrt durch die Wildnis erreichen kann.

Petrified Forest Nationalpark  

Über 200 Millionen Jahre alt sind die Fossilien und versteinerten Baumriesen, die im Petrified Forest Nationalpark bewundert werden können. Wie in einem großen Freiluftmuseum liegen die in viele Teile zerbrochenen Stämme hier in der gleißenden Sonne, die Innenflächen glattpoliert und durch die enthaltenen Amethyst- und Quarzkristalle in allen Regenbogenfarben schillernd. Zu den landschaftlichen Highlights des Petrified Forest Nationalparks gehört der farbenprächtige Crystal Forest und die Blue Mesa, ein riesiges Wildnisgebiet aus blau, violett und grau gestreiften Hügeln, die besonders gegen Abend wunderschöne Fotomotive bieten.


Saguaro Nationalpark  

Der Saguaro Nationalpark wurde zum Schutz der riesigen Saguaro Kakteen eingerichtet, die charakteristisch sind für die Sonora Wüste des südlichen Arizona. Daneben wachsen hier auch viele andere Kakteenarten wie Opuntien, Cholla Kakteen, Ocotillos, Prickly Pear und Teddybear Kakteen. Besonders schön ist ein Besuch im Frühjahr und nach heftigen Regenfällen im Hochsommer, wenn viele der Kakteen und Wildblumen blühen. Sehenswert ist neben dieser eindrucksvollen Wüstenlandschaft auch der Signal Hill, ein mit großen, dunklen Felsblöcken übersäter Hügel mit Petroglyphen aus der Zeit der Hohokam, die das Gebiet vor etwa 1.000 Jahren besiedelten.


Nationalparks in Colorado

Black Canyon of the Gunnison Nationalpark  

Der 53 Meilen lange Black Canyon ist eine sehr enge und bis zu 600 Meter tiefe Schlucht, auf deren Grund selbst um die Mittagszeit kaum ein Sonnenstrahl vordringt. Beeindruckende Blicke in die Tiefe bieten sich von den verschiedenen Aussichtspunkten entlang der beiden Scenic Drives am North und South Rim. Ins dunkle Innere der Schlucht und zum Gunnison River führen einige sehr steile und anstrengende Backcountry Trails. Die hohen Felswände des North Rim gehören zu den anspruchsvollsten Klettergebieten der Vereinigten Staaten.

Great Sand Dunes Nationalpark  

Das Besondere an diesem Tal im wenig besuchten Südosten Colorados sind die riesigen braunen Sanddünen - ein großartiger landschaftlicher Kontrast zu den bis in den Sommer hinein meist schneebedeckten Berggipfeln der Sangre de Christo Mountains im Osten. Der Parkplatz an der Picnic Area liegt direkt an den Ausläufern dieser Sandwüste. Von hier aus kann man zu Fuß durch die Einsamkeit der Dünenlandschaft wandern oder an geführten Jeeptouren privater Veranstalter teilnehmen.

Mesa Verde Nationalpark  

Auf einem markant aus der Ebene aufragenden Bergrücken westlich von Durango liegen die in natürliche Felshöhlen meisterhaft eingefügten Felsklippenpueblos von Mesa Verde. Diese sogenannten ‚Cliff Dwellings' gehören neben den großen Puebloanlagen im Chaco Canyon New Mexicos zu den beeindruckendsten architektonischen Zeugnissen der frühen Indianerkulturen im Südwesten Amerikas. Da der Besucherandrang sehr hoch ist und viele der Ruinen nur auf geführten Touren besichtigt werden können, sollte man für einen Besuch von Mesa Verde von vornherein einen ganzen Tag einplanen.

Rocky Mountain Nationalpark  

Eine wunderschöne Gebirgsstrecke, die Trail Ridge Road, führt vom Visitor Center westlich von Estes Park durch das schönste Gebiet des Rocky Mountain Nationalparks bis Grand Lake am Ufer des gleichnamigen Sees. Für die Fahrt sollte man sich inklusive Fotostops und einiger Kurzwanderungen drei bis vier Stunden Zeit nehmen. Ein großer Teil der Strecke verläuft oberhalb der Baumgrenze durch ein Gebiet alpiner Tundra. Schneereste können sich in dieser Höhe oft bis in die Sommermonate hinein halten.



Nationalparks in (Süd) Kalifornien

Death Valley Nationalpark  

Death Valley gehört zu den faszinierendsten Nationalparks in den USA. Ein riesiges langgestrecktes Tal, ausgedörrt von der brennenden Sonne, verwinkelte Canyons aus glattpoliertem Marmor, bizarre Steinskulpturen aus schwarzer Lava, ein in allen Regenbogenfarben schillernder Salzsee, bunt gestreifte Felsen, Sanddünen, ein erloschener Vulkankrater, mächtige, schneebedeckte Bergketten - das sind nur einige der vielen landschaftlichen Attraktionen und Naturwunder, die dieser ungewöhnliche Nationalpark zu bieten hat. In der flirrenden Hitze des Hochsommers werden hier am Talboden Tagestemperaturen von 48 °C und mehr erreicht, Bodentemperaturen über 93 °C sind keine Seltenheit.

Joshua Tree Nationalpark  

Innerhalb des relativ dicht besiedelten Südwestens von Kalifornien bildet der Joshua Tree Nationalpark mit seinen beeindruckenden Felsgruppen und seinen großartigen Beständen bizarrer Joshua Trees ein landschaftliches Juwel erster Güte. Während im Frühjahr farbenprächtig blühende Kakteen und Wildblumen unzählige Besucher in ihren Bann ziehen, locken im Winter milde Temperaturen, Sonnenschein und ein griffiger, granitartiger Fels Sportkletterer aus aller Welt in den Park. Hauptattraktion des Gebiets sind die vielen Joshua Trees, denen der Park seinen Namen verdankt. Diese baumähnliche Yukka-Art, die Höhen von 12 bis 15 Metern und ein Alter von über 100 Jahren erreichen kann, bildet von März bis Mai wunderschöne hellgelbe Blütenstände.

Sequoia & Kings Canyon Nationalparks  

Innerhalb des relativ dicht besiedelten Südwestens von Kalifornien bildet der Joshua Tree Nationalpark mit seinen beeindruckenden Felsgruppen und seinen großartigen Beständen bizarrer Joshua Trees ein landschaftliches Juwel erster Güte. Während im Frühjahr farbenprächtig blühende Kakteen und Wildblumen unzählige Besucher in ihren Bann ziehen, locken im Winter milde Temperaturen, Sonnenschein und ein griffiger, granitartiger Fels Sportkletterer aus aller Welt in den Park. Hauptattraktion des Gebiets sind die vielen Joshua Trees, denen der Park seinen Namen verdankt. Diese baumähnliche Yukka-Art, die Höhen von 12 bis 15 Metern und ein Alter von über 100 Jahren erreichen kann, bildet von März bis Mai wunderschöne hellgelbe Blütenstände.

Yosemite Nationalpark  

Gewaltige, gischtsprühende Wasserfälle, bis zu 1.000 Meter hohe Granitwände, dazu eine Berglandschaft wie aus dem Bilderbuch mit klaren Gletscherseen, hochmoorähnlichen Sumpflandschaften und schneebedeckten Gipfeln - all dies und noch viel mehr findet man im Yosemite, einem der schönsten Nationalparks der USA. ‚It is by far the grandest of all the special temples of nature I was ever permitted to enter' - mit diesen Worten beschreibt John Muir sehr eindrücklich, was man empfindet, wenn man zum ersten Mal vor diesen gewaltigen Felsbastionen steht und staunend in die Höhe blickt.


Nationalparks in Nevada

Great Basin Nationalpark  

Der Great Basin Nationalpark liegt weit von anderen Hauptsehenswürdigkeiten entfernt im Nordosten Nevadas und wird dadurch von weitaus weniger Touristen besucht als etwa die großen Nationalparks in Kalifornien, Arizona oder Utah. Aber gerade diese Abgeschiedenheit macht einen Großteil seines Reizes aus. Schon die Anfahrt aus der einsamen und fast schon monoton wirkenden Ebene des Great Basin auf das fast 1.000 Meter höher gelegene Bergmassiv ist ein grandioses Erlebnis. Wer Ausdauer und Kondition mitbringt, kann von hier aus den höchsten Gipfel des Parks, den fast 4.000 Meter hohen Wheeler Peak besteigen.



Nationalparks in New Mexico

Carlsbad Caverns Nationalpark  

Hauptattraktion dieses Nationalparks sind die 230 Meter unter der Erdoberfläche liegenden Carlsbad Caverns mit einer Gesamtlänge von zwanzig Meilen - eine der schönsten und größten Tropfsteinhöhlen der Welt! Beeindruckend sind vor allem die riesigen Ausmaße der einzelnen Hallen, von denen jede durch die unterschiedliche Beleuchtung und die Art ihrer Tropfstein- und Felsformationen einen eigenen Charakter besitzt. Ein weiteres interessantes Schauspiel ist der abendliche Ausflug riesiger Schwärme von Fledermäusen, die in der Höhle ihre Jungen zur Welt bringen und nachts auf Nahrungssuche gehen.


Chaco Canyon National Historic Park  

Hauptattraktion dieses Nationalparks sind die 230 Meter unter der Erdoberfläche liegenden Carlsbad Caverns mit einer Gesamtlänge von zwanzig Meilen - eine der schönsten und größten Tropfsteinhöhlen der Welt! Beeindruckend sind vor allem die riesigen Ausmaße der einzelnen Hallen, von denen jede durch die unterschiedliche Beleuchtung und die Art ihrer Tropfstein- und Felsformationen einen eigenen Charakter besitzt. Ein weiteres interessantes Schauspiel ist der abendliche Ausflug riesiger Schwärme von Fledermäusen, die in der Höhle ihre Jungen zur Welt bringen und nachts auf Nahrungssuche gehen.




Nationalparks in Utah

Arches Nationalpark  

Neben dem Bryce Canyon gehört der Arches Nationalpark zu den sehenswertesten der fünf Nationalparks im südlichen Utah. Nur wenige Meilen nördlich der Canyonlands mit ihren weitläufigen und grandiosen Schluchten erhebt sich ein Felsplateau mit einer auf der Welt einzigartigen Ansammlung von Steinbögen. Über 1.500 solcher Arches wurden hier bereits katalogisiert, darunter so bekannte wie der Landscape Arch mit einer Spannweite von 93 Metern oder der wunderschön geformte Delicate Arch - vor dem Hintergrund der schneebedeckten LaSal Mountains ein Traummotiv für jeden Fotografen.

Bryce Canyon Nationalpark  

Wer den Südwesten bereist, ohne den Bryce Canyon gesehen zu haben, hat sicherlich eine der farbenprächtigsten und wunderbarsten Naturlandschaften Amerikas verpasst - eine Märchenlandschaft aus rotem und weißem Sandstein mit Hunderten zierlicher Felsnadeln und skurril geformter Steinskulpturen. Zu einem besonderen Erlebnis werden die Wanderungen durch dieses phantastische Felslabyrinth bei Sonnenauf- und -untergang oder im wechselnden Licht- und Schattenspiel vorbeiziehender Wolken. Der knapp 20 Meilen lange Scenic Drive führt vom Hwy 12 als Stichstraße nach Süden in den Park hinein. Entlang der Strecke befinden sich zahlreiche schöne Aussichtspunkte und Trailheads für Wanderungen hinunter in das Canyonlabyrinth.

Canyonlands Nationalpark  

Der Park umfasst eine wilde und ursprüngliche Fels- und Canyonlandschaft, die im Laufe von Jahrmillionen durch die Erosionskraft des Green und Colorado River aus dem weiten Sandsteinplateau gemeißelt wurde. Die beiden Flüsse teilen auch das Parkgebiet in vier große Regionen, zwischen denen keine Verbindungsstraßen existieren. Am leichtesten erreichbar ist das Gebiet von Island in the Sky nördlich von Moab, das von einem langen geteerten Scenic Drive sowie einer 120 Meilen langen Jeeproad, dem White Rim Trail, erschlossen wird. Etwas weiter südlich liegt das Gebiet der Needles mit seinen charakteristischen Felsnadeln. Weit abgelegen und nur mit Geländewagen erreichbar sind die beiden großen Wildnisgebiete The Maze und Horseshoe Canyon im Westen des Parks.

Capitol Reef Nationalpark  

Die abwechslungsreiche Naturlandschaft des Capitol Reef Nationalparks besteht aus mächtigen Felsendomen, schmalen Schluchten und dem lieblichen Flusstal des Fremont River mit alten Farmgebäuden und Obstplantagen. Schöne Wanderwege führen unter anderem zum Rim Overlook, durch den tief eingeschnittenen Grand Wash und durch das Flussbett des Sulphur Creek. Mit einem Geländewagen sollte man unbedingt noch eine Tagestour ins abgelegene Cathedral Valley unternehmen. Dort findet man nicht nur Einsamkeit pur, sondern auch riesige Felsmonolithen, die so beeindruckende Namen tragen wie Walls of Jericho, Temple of the Sun und Temple of the Moon.

Zion Nationalpark  

Unter den zahlreichen Wanderungen im Zion Nationalpark ist Angels Landing die interessanteste, denn der Weg führt vom Grunde des Zion Canyon über einen schmalen, ausgesetzten Grat zu einem Felsvorsprung hoch über dem Tal mit einzigartigem Panoramablick hinunter in die Schlucht. Ist der erste Teil des Weges bis Scout Lookout noch von jedem, der über ausreichend Kondition verfügt, gut machbar, ist für den zweiten Teil schon etwas Mut und Geschicklichkeit erforderlich, denn aus dem Wanderweg wird nun eine Art Klettersteig, der an den besonders exponierten Stellen durch lange Stahlseile und Ketten gesichert ist.



Nationalparks in Texas

Big Bend Nationalpark  

Fast eine ganze Tagesreise von den übrigen Sehenswürdigkeiten und Nationalparks des Südwestens entfernt, liegt in einem fast vergessenen Winkel von West Texas eines der schönsten und wildesten Parkgebiete Amerikas. Jeder, der die Einsamkeit sucht und Natur pur erleben möchte, kommt hier voll auf seine Kosten, sei es in den Bergregionen der Chisos Mountains, wo man sich noch auf Begegnungen mit Bären und Pumas gefasst machen muss, oder an den schilfbewachsenen, dschungelartigen Ufern des Río Grande unter steil in den Himmel aufragenden Canyons.

Guadalupe Mountains Nationalpark  

Im äußerst dünn besiedelten Grenzgebiet von New Mexico und Texas gelegen, wird dieser eindrucksvolle Nationalpark dominiert von der mächtigen und weithin sichtbaren Gebirgskette der Guadalupe Mountains. Höchster Gipfel ist der Guadalupe Peak, mit 2.667 Metern gleichzeitig der höchste Berg von Texas. Der Park ist vor allem ein Wandergebiet. Besonders lohnende Ziele sind dabei der Guadalupe Peak und die ungewöhnlichen Felstreppen der Hiker's Staircase am Devils Hall Trail. Zum Park gehört auch ein kleines Sanddünengebiet, das über eine separate Zufahrtsstraße erreichbar ist.


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