Verkehrsregeln in den USA

Die wichtigsten Verkehrsregeln

In den USA sind beim Autofahren einige Vorschriften und Regelungen anders als bei uns. So ist es an Kreuzungen generell erlaubt, bei einer roten Ampel rechts abzubiegen. Allerdings muss man kurz anhalten und schauen, ob alles frei ist. Ist Rechtsabbiegen verboten, erkennt man dies am Schild 'No Right on Red'.

Kreuzungen ohne Ampel haben oft an jeder Zufahrt ein Stoppschild. Hier gilt, dass man immer nacheinander in der Reihe der Ankunft weiterfahren darf. Man muss also ein bisschen aufpassen, wer schon vorher da war. Oft steht an solchen Kreuzungen auch ein Hinweisschild mit der Aufschrift '4 Way' oder 'All Way'.

Wenn ein gelber Schulbus direkt vor einem anhält und blinkt, um Schüler ein- oder aussteigen zu lassen, muss man unbedingt anhalten und warten, bis er weiterfährt. Auf keinen Fall darf man überholen. Achtung: auch auf der Gegenfahrbahn muss man anhalten, darf also nicht am Schulbus vorbeifahren!

Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Schulen geboten. Hier gilt in der Regel eine Höchstgeschwindigkeit von 15 mph, allerdings nur an Schultagen, und zwar eine halbe Stunde vor Schulbeginn bis eine halbe Stunde nach Schulende. In den meisten Schulbezirken weisen gelbe, blinkende Ampeln darauf hin, wann man langsam fahren muss. Bei Unfällen mit Kindern hat übrigens grundsätzlich der Autofahrer Schuld.

Vor Hydranten und 3 Meter links und rechts davon gilt ein absolutes Halteverbot. Es wird sofort abgeschleppt. Das Gleiche gilt für Bushaltestellen und Ausfahrten. Daneben ist es üblich, Bordsteine farblich zu markieren. Dabei bedeutet Rot ein absolutes Halteverbot und Gelb Ladezone.

Auf den Interstates (Autobahnen) darf links und rechts überholt werden. Da sich die rechte Spur oft direkt in eine 'Exit Lane' verwandelt, fährt man bei mehreren Spuren in der Regel solange in der Mitte, bis man die Interstate verlassen möchte. Die Höchstgeschwindigkeiten variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat und werden mit Schildern angezeigt. Sie liegen innerorts meist bei 25-30 mph, bei 65mph auf Landstraßen und bei 65 bis 85 mph auf Interstates. Auf manchen Highway-Abschnitten gibt es links eine besonders gekennzeichnete 'Car Pool Lane'. Hier dürfen ausschließlich Fahrgemeinschaften (mind. 2 oder 3 Personen) fahren.

Um den Verkehrsfluss zu steuern, gibt es an den Auffahrten zu Interstates bzw. Freeways gelegentlich Ampeln. Ist diese Rot, muss man warten. Bei Grün darf man weiterfahren. Manchmal gibt es ein zusätzliches Schild mit der Aufschrift 'One Car Per Green*. Dann darf bei Grün immer nur ein Fahrzeug fahren. Danach schaltet die Ampel gleich wieder auf Rot.

In allen Bundesstaaten gilt Anschnallpflicht. Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht allein im Auto gelassen werden. Rauchen im Auto mit Kindern unter 21 Jahren wird bestraft. Die Nutzung von Handys ist während der Fahrt verboten.

Da es im Südwesten sehr viele Wildtiere gibt, sollte man außerhalb von Städten in der Dämmerung und nachts immer besonders vorsichtig und vor allem nicht zu schnell fahren.


Vorsicht, Bären kreuzen - Straßenschild am Mount Lemmon Highway, Arizona


Polizei und Highway Patrol

Berüchtigt in Amerika ist die sogenannte Highway Patrol, die besonders auf den Autobahnen (Interstates) ständig nach Schnellfahrern und Rasern auf der Suche ist. Oft sind die weißen Fahrzeuge mit ihrem blauroten Blinklicht und der durchdringenden Sirene im Mittelstreifen hinter Büschen oder an unübersichtlichen Einfahrten versteckt. Wer aufgrund einer Geschwindigkeitsübertretung oder eines anderen Verkehrsverstoßes anhalten soll, wird nicht etwa überholt, sondern von hinten durch Blinklicht und/oder Sirene aufgefordert, rechts auf den Standstreifen zu fahren und anzuhalten. In diesem Fall sollte man auf jeden Fall stehenbleiben und im Auto abwarten, bis die Polizisten aussteigen und erklären, was sie zu beanstanden haben. Dabei sollte man die Hände gut sichtbar am Steuer lassen und nicht irgendwo herumkramen, da dieses Verhalten von den Beamten schnell als Griff nach der Waffe interpretiert wird. Erst wenn man aufgefordert wird, darf man Führerschein, Reisepass und Mietwagenpapiere suchen und vorzeigen.

Generell gilt, dass Polizeifahrzeuge in der Öffentlichkeit wesentlich präsenter sind als hierzulande, vor allem in den Großstädten. Dies gilt auch für die Sheriffs kleinerer Gemeinden, die regelmäßig die Straßen der Umgebung patrouillieren. Ausländischen Besuchern gegenüber sind die 'Cops' in der Regel sehr höflich, hilfsbereit und freundlich. Alkoholisierten Fahrern, Dränglern und Rasern gegenüber sind sie allerdings unerbittlich. Hat man einen Strafzettel (ticket) kassiert, zahlt man dieses per Überweisung und keinesfalls sofort in bar, da dies als Bestechungsversuch gewertet wird.



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